Die Philosophie meines Gartens

Ein Landhausgarten im englischen Stil

 

Als Mutter von vier inzwischen erwachsenen Söhnen, war mein Hauptziel eigentlich nur, die Buben glücklich heranwachsen zu sehen. Aber einmal kam dann der Zeitpunkt, wo sie alle in der Schule ihre Zeit verbrachten. Ja, und dann?

Irgendwie hatte ich schön langsam das Gefühl, die Decke fällt mir auf den Kopf. Also suchte ich eine Abwechslung zum Alltag.

 

Eines Tages fiel mir eine Gartenzeitschrift in die Hände, und da war es….ich hatte meine Bestimmung gefunden.

 

Wir leben auf einem Bauernhof, rund ums Haus waren nur Streuobstwiesen. Und dazu auch noch alles in Hanglage - also ehrlich schwierige Voraussetzungen, um mir den Traum eines englischen Landhausgartens zu erfüllen. Außerdem war ich auch ein Laie in der Gestaltungs- und Pflanzenkunde.

 

Doch wo Träume sind, findet man auch die Kraft zur Umsetzung.

 

Also begann ich damit, zwischen den Obstbäumen kleine Blumenbeete anzulegen.

Es war sehr viel Arbeit, bis sich die Wiesenfläche schön langsam in einen Blumengarten verwandelte. Die Inspiration dazu holte ich mir immer wieder aus verschiedenen Gartenzeitschriften und Büchern. So lernte ich mit der Zeit, den Garten wie ein Wohnhaus einzurichten. Es entstanden nach und nach verschiedene Gartenzimmer, in denen ich eigene Themen anwenden konnte. Und mit jedem Bereich, den ich gestaltete, kamen neue Ideen für ein weiteres Projekt.

 

Vor allem hatte ich das Ziel, einen natürlich anmutenden und romantischen Rückzugsort zu schaffen. Man sollte sich im Garten so richtig auf die beruhigende Atmosphäre einlassen können.

Deshalb habe ich auch verschiedene Gartenzimmer in sonnigen und schattigen Bereichen angelegt. Und inzwischen laden bereits 20 Sitzplätze dazu ein, diesen Ort der Ruhe und Gelassenheit voll auskosten zu können.

 

Dass mir das auch gelungen ist, habe ich inzwischen von sehr vielen und lieben Gartenbesuchern, die voller Lobes und Anerkennung für meinen Garten waren, erfahren dürfen. Das schönste Lob bekam ich von einem Ehepaar, welches einen Tag vor ihrem Besuch in meinem Garten, von einer Englandreise zurück gekommen war, und mir dann sagte, “es ist genau so schön wie in den englischen Gärten, nur noch viel gemütlicher“. Da wusste ich, ich habe mein Ziel erreicht.

 

Doch ein Garten verändert sich, genauso, wie in der Natur auch. Es gibt immer wieder Ausfälle durch Krankheiten und Schädlinge. Aber ein Gärtner, welcher mit Liebe und Herz dabei ist, lernt dadurch Geduld und Gelassenheit. Und dann gibt es doch gerade deshalb immer wieder die Möglichkeit, etwas Neues zu erschaffen.

 

Mein Garten ist seit 2007 für Besucher geöffnet, und die Begeisterung und Anerkennung der vielen Gäste ermuntert mich, damit weiterzumachen.

 

Inzwischen gab es schon einige persönliche Gartenhöhepunkte für mich, einmal,

dass ich im Jahre 2008 in der Sendereihe „Natur im Garten“ mit Karl Ploberger dabei sein durfte. Auch Servus-TV war bei mir zu Gast. Und im Jahre 2011 meldete ich mich spontan zum großen steirischen Blumenschmuck-Bewerb an und bekam auf Anhieb Gold.

 

Auch in den Zeitschriften „Garten und Haus“, „Mein schöner Garten“, „der fortschrittliche Landwirt“ und anderen, waren bereits Fotos aus meinem Garten zu sehen. Die größte Reportage war 2014 im Magazin „Servus in Stadt und Land“ mit 7 ganzen Seiten.

 

2018 bekam ich auch die „Natur im Garten-Plakette für die biologische Bewirtschaftung meines Gartens überreicht.

 

Die schönste Zeit für mich ist aber, wenn ich mich mit lieben Gartenbesuchern austauschen kann. Deshalb freue ich mich schon sehr auf Ihren Besuch in meinem Landhausgarten.

 

                                                                                                          Ihre Sabine Kraus